Die Jahrestagung Elektrosicherheit 2025 der ASI Akademie für Sicherheit bot erneut zwei intensive Tage voller Fachimpulse, praxisnahen Wissens und lebendigem Austausch. Am 26. und 27. November kamen über 250 Elektroexpertinnen und -experten in Niedernhausen bei Wiesbaden zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Elektrosicherheit zu diskutieren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch unseren Geschäftsführer Stefan Wolff (Talentus GmbH) sowie unserem langjährigen Tagungsleiter Dr.-Ing. Jörg Schwingel (schwingel.tec GmbH), die Teilnehmende, Referierende und Aussteller begrüßten.
Den fachlichen Auftakt bildete der Vortrag „Rollenverständnis im Elektrobereich – ein häufiges Mysterium“ von Fabian Rieke (Ensmann Consulting GmbH). Er beleuchtete typische Unsicherheiten in der Verantwortungsverteilung zwischen Betreiber, verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK), Elektrofachkraft (EFK) und elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) und zeigte praxisnahe, rechtssichere Lösungswege auf. Die vorgestellten Ansätze zur klaren Rollenverteilung boten einen unmittelbaren Mehrwert für den betrieblichen Alltag.
Mit dem Vortrag „Smart Meter als Schlüssel zur Energiewende – Folgen des neuen EnWG für Energie‑Versorger und ‑Verbraucher“ brachte Torsten Löhrhoff (co.met GmbH) die Herausforderungen der Energiewirtschaft auf den Punkt. Als Daten‑Dienstleister skizzierte er pragmatische Lösungswege, um messtechnische Anforderungen zu meistern, und erläuterte, was heute bereits für Stromverbraucher und ‑erzeuger möglich ist. Besonders wertvoll waren seine Hinweise auf die Mitwirkungspflichten aller Beteiligten, um die Energiewende gemeinsam erfolgreich zu gestalten.
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt des ersten Tages war der praxisorientierte Vortrag „Verantwortung bei der Auswahl von Dienstleistungen in der Elektrotechnik“ von René Rethfeldt (MEBEDO Consulting GmbH). Damit wurden viele offene Fragen der Teilnehmenden aus dem Arbeitsalltag hinsichtlich Fach- und Aufsichtsverantwortung für den elektrotechnischen Bereich, zur Prüfung befähigten Person sowie zur Auswahl- und Kontrollverantwortung kompetent und anschaulich beantwortet.
Der erste Veranstaltungstag klang in geselliger Runde aus: Beim gemeinsamen Abendessen tauschten sich alle Teilnehmenden intensiv aus und genossen dann die mitreißende Show „Prominente unter Spannung“ mit Jörg Hammerschmidt, dem Stimmenparodisten und Entertainer, der mit seiner faszinierenden Stimmenakrobatik aus einer Auswahl von über 60 Rollen für ausgezeichnete Stimmung und reichlich Unterhaltung sorgte.
Wertvolle juristische Einblicke in ein zunehmend relevantes Thema gab Dr. Klaus Gregor (i. R., ehemaliger Richter und Staatsanwalt) mit dem Vortrag „Die Pflichtenmehrung für den Arbeitgeber und die VEFK bei der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen“. Er beleuchtete wie immer kompetent die rechtlichen Anforderungen an Gefährdungsbeurteilungen, die Rolle der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK) bei der Pflichtenübertragung und die Besonderheiten des gesetzlichen Unfallversicherungsschutzes.
Im Anschluss präsentierten Michael Faust (Bender GmbH) und Stefan Davids (Doepke Schaltgeräte GmbH) praxisnah, wie IMDs, RCMs und AFDDs effizient und normgerecht geprüft werden. Mit Live‑Demonstrationen von Messungen und Fehlerzuständen zeigten sie, wie moderne Messtechnik schnelle und verlässliche Ergebnisse liefert und welche selbstüberwachenden Eigenschaften genutzt werden können – ein besonders anschaulicher und technischer Höhepunkt der Tagung.
Der anschließende Elektro‑TALK, moderiert von Rüdiger Tuzinski (Chefredakteur ep ELEKTROPRAKTIKER, HUSS‑MEDIEN GmbH), bot allen Teilnehmenden die Möglichkeit, Fachfragen direkt mit Experten und Kollegen zu diskutieren – ein lebendiges Format, das den Praxisbezug und Austausch noch weiter vertiefte.
Nach dem Mittagsimbiss und dem Besuch der Fachausstellung folgte der Vortrag „Die neue Maschinenverordnung 2027 – Klarheit für Betreiber und Fachkräfte“ von Igor Osnizki (Müller und Partner Sachverständige). Herr Osnizki erläuterte die Anforderungen der EU‑Maschinenverordnung (EU 2023/1230) und erklärte praxisnah, wie diese in typischen Anwendungsfällen – etwa bei Steuerungsumbauten oder Eigenentwicklungen – umzusetzen sind. Dabei standen vor allem die technischen Regeln wie TRBS 1115‑1 im Fokus.
Den Abschluss bildete Ingo Viering (schwingel.tec GmbH) mit seinem Vortrag „Arbeiten unter Spannung (AuS) im Umfeld von Tätigkeiten an Hochvoltfahrzeugen“, in dem er anschaulich darlegte, wie sich Arbeiten unter Spannung im Hochvoltbereich von klassischen elektrotechnischen Tätigkeiten unterscheiden. Er zeigte sicherheitsrelevante Aspekte, erforderliche Qualifikationen und die Integration aktueller Regelwerke in den betrieblichen Alltag – ein praxisorientierter Abschluss mit hohem Fachnutzen.
Wir danken allen Referenten, Experten und Teilnehmenden für den wertvollen Austausch sowie den Ausstellern für ihre Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt unserem Tagungsleiter und Moderator Dr. Jörg Schwingel für sein Engagement sowie der Fachzeitschrift ep ELEKTROPRAKTIKER von der HUSS Media GmbH – insbesondere Olaf Weinert und Rüdiger Tuzinski – unserem geschätzten Medienpartner.
Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen am 25. und 26. November 2026 wie gewohnt im H+ Hotel Wiesbaden Niedernhausen!











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